BELFAST, Nordirland – Aspirin soll in Zukunft auch als Therapeutikum bei Karies einsetzbar sein. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Queen’s University Belfast, die kürzlich auf der British Society for Oral and Dental Research Annual Conference vorgestellt wurde. Acetylsalicylsäure, der Wirkstoff in Aspirin, kurz ASS genannt, wird bereits bei verschiedenen Leiden wie Schmerzen oder als Blutverdünner in der Medizin eingesetzt.
Laut irländischen Forschern könnte bald ein weiteres Anwendungsgebiet hinzukommen: Karies. Dabei soll es in Zukunft die Notwendigkeit von Füllungen, die die durch Karies entstandene Kavität reparieren, ersetzen. Damit werden nicht nur Kosten gespart, sondern auch Nachfolgetermine, da Füllungen nicht langlebig sind und deshalb regelmäßig ersetzt werden müssen.

Wie die Wissenschaftler nämlich herausfanden, regt Aspirin die dentalen Stammzellen zur Regeneration an. Somit sollen sich bereits vorhandene Kavitäten von selbst reparieren können und Behandlungen beim Zahnarzt mittels Bohrer und Füllung unnötig machen. Aspirin fördert zudem die Remineralisierung des Zahnes und fördert die Neubildung von Dentin. Gleichzeitig bleibt die schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung von ASS erhalten, die besonders bei Entzündungen der Pulpa und damit einhergehenden Zahnschmerzen weitere Vorteile bringt.

 

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Quelle: at.dental-tribune.com

Die Menschen sind heute im hohen Alter oft noch vollbezahnt. Für die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde bedeutet dies, dass sie deutlich länger präventiv und therapeutisch begleitet werden müssen. Der Autor diskutiert vor dem Hintergrund der Wachstums- und Umbauvorgänge, wie sich ein mit vielen verschiedenen Methoden saniertes Gebiss langfristig verhält, etwa wenn intraossär stehende Implantatversorgungen neben parodontal verankerten Wurzeln stehen.

Jeder weiß es: Bei alten Leuten werden die Ohren immer größer, die Nase immer länger (Abbildung 1) und auch sonst sind die Alterungsvorgänge im Gesicht [Götz, 2006; Götz, 2007; Radlanski und Wesker, 2012; Götz, 2014; Radlanski, 2016] und auch im Mund unübersehbar [Götz, 2007]. Das bis ins hohe Lebensalter stattfindende Wachstum der Ohrmuscheln und der Nasenspitze ist auf das Verhalten der Knorpelzellen und auf die anatomische Konfiguration der Knorpelanteile zurückzuführen [Götz, 2012; Radlanski und Wesker, 2012]. Auch das Gesichtsskelett, so zeigen Untersuchungen [Behrents, 1985] lässt über die Jahrzehnte hinweg ein deutlich sichtbares Wachstum erkennen, das durchaus fünf Millimeter betragen kann (Abbildung 2).

Zumindest wird die allgemeine Regel eingehalten, dass Implantate erst bei „Erwachsenen“ eingesetzt werden sollten [Heij et al., 2006]. Doch wenn zwar das Wachstum des Gesichts in der Jugend beschleunigt stattfindet, aber lebenslang nicht zum Stillstand kommt, was bedeutet das für das Gebiss? Werden die Zahnreihen von den lebenslang wachsenden zahntragenden Anteilen des Gesichtsschädels davongetragen? Passt dann noch die Okklusion? Inzwischen gibt es – aufgrund der Erfolge der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde – durchaus viele betagte Patienten, die voll bezahnt sind. Dieser Wandel vollzog sich innerhalb der vergangenen drei Jahrzehnte: Meine Kinder sind (wie heute viele) kariesfrei, ich selbst habe Füllungen, meine Mutter trug eine Teilprothese, meine Großmutter zeigte mir ihre Vollprothese. Noch vor etwa 30 Jahren war der Verlust der Zähne bei den gerade erst 50-Jährigen weit verbreitet, es gab sogar in den Staatsexamina noch genügend Patienten, die eine Totalprothese brauchten. Dies ist heute die Ausnahme geworden.

 

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Quelle: zm-online.de

Die adjuvante Gabe von Antibiotika im Rahmen der Parodontitis(PA)-Therapie stützt sich auf die Tatsache, dass die Parodontitis eine bakterielle Infektionserkrankung ist. Antibiotika aber sollten verantwortungsvoll eingesetzt werden, um die Bildung von Resistenzen zu vermeiden. Durch eine vorangehende mikrobiologische Analyse des subgingivalen Keimspektrums kann eine antibiotische Übertherapie ausgeschlossen und die vorhandenen parodontopathogenen Keime können gezielt dezimiert werden.

„Die Zeit wird kommen, da Penicillin von jedem im Geschäft gekauft werden kann. Dann besteht die Gefahr, dass der Unwissende sich selbst unterdosiert und seine Mikroben mit nicht tödlichen Mengen des Medikaments resistent macht.“ Dies prophezeite Alexander Fleming bereits im Jahre 1945 und sollte damit Recht behalten. Mehr als 70 Jahre nach seiner Nobelpreisrede wird die Häufigkeit und Verbreitung von Antibiotikaresistenzen immer bedrohlicher. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) warnte kürzlich vor einer weiteren Zunahme gefährlicher Antibiotikaresistenzen [14]. Bereits heute sind in Europa jährlich bis zu 25.000 Todesfälle auf resistente Keime zurückzuführen, gegen die es kaum noch ein wirksames Antibiotikum gibt [16]. Obwohl hierzulande der Zugang zu Antibiotika durch deren Rezeptpflichtigkeit beschränkt ist, trifft auch uns die zunehmende Resistenzproblematik. Denn nicht nur die „Unterdosierung des Unwissenden“ provoziert die Entstehung von Resistenzen, sondern auch die unreflektierte oder überflüssige Verordnung der Medikamente. Dies haben auch die führenden Gesundheitsorganisationen und die Politik erkannt und fordern ein gemeinsames, verantwortungsvolles Handeln aller Beteiligten [19].

Antibiotikaresistenzen durch erhöhten Selektionsdruck
Das Hauptproblem liegt nicht im Auftreten von Resistenzen an sich. Diese werden, wie auch Antibiotika, seit Jahrmillionen von Bakterien gebildet und sind natürlicher Bestandteil des Ökosystems. Beispielsweise isolierte der kanadische Forscher Gerry Wright in der Lechuguilla- Höhle in New Mexico Bakterienstämme, die gegen 14 verschiedene Antibiotika resistent waren, obwohl sie über vier Millionen Jahre keinen Kontakt zur Außenwelt hatten. Insgesamt entdeckten die Forscher in dieser „Urzeit-Bakteriengemeinschaft“ Resistenzen gegen nahezu alle der modernen Medizin zur Verfügung stehenden Antibiotika [4]. Die heute zu beobachtende Zunahme von Resistenzen ist also in erster Linie die Folge eines erhöhten Selektionsdruckes aufgrund eines übermäßigen und inadäquaten Einsatzes von Antibiotika [11]. Vor allem, wenn diese wichtigen Medikamente nicht erregerspezifisch, in zu geringer Dosis oder nicht ausreichend lange verabreicht werden, fördert dies die Entstehung und Ausbreitung von Resistenzen. Sollen Antibiotika zur Bekämpfung einer bakteriellen Infektion eingesetzt werden, müssen deshalb einige Spielregeln befolgt werden.

 

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Quelle: zmk-aktuell.de

Extracellular polysaccharides play a central role in the survival capabilities of caries-causing bacteria in dental plaque, report researchers from the University of Basel's Preventative Dentistry and Oral Microbiology Clinic and Department of Biomedical Engineering in the journal PLOS ONE.

Cariogenic bacteria live in biofilm and attack dental enamel by converting sugar and starch into acids that dissolve out calcium from the enamel. This process can cause caries. The dissolution of calcium increases the concentration of calcium locally, creating an environment that is hostile to bacterial life. In their study, the researchers investigated how bacteria manage to survive in dental plaque despite these conditions.

They hypothesized that extracellular polysaccharides (EPS) support the bacteria's survival capabilities. EPS are substances that build extracellular cariogenic bacteria from sugar residue. They create the biofilm's scaffolding and ensure that bacteria are able to anchor themselves in the dental plaque.

EPS integrate calcium into the biofilm

The study showed that the more calcium cariogenic bacteria dissolve, the greater their calcium tolerance and survival capability in the biofilm becomes. The scientists were able to prove that cariogenic bacteria develop mechanisms to help them survive the high concentrations of calcium.

They demonstrated that extracellular polysaccharides possess a high number of calcium binding sites through which they can integrate the free calcium into the biofilm. This neutralizes the toxic substance and strengthens the EPS structure of the biofilm.

 

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Source: sciencenewsline.com

Every day, 90 people die in the United States from an overdose that involves an opioid. At least 2 million people suffer from opioid use disorder (OUD). The National Institute on Drug Abuse reports that nearly half of the young people who now inject heroin used prescription opioids first. 1 As the opioid epidemic worsens, it’s vital that our profession takes a close, hard look at our role in addressing and preventing opioid abuse.

In 2012, healthcare providers in the United States wrote 259 million opioid prescriptions. Dentistry’s contribution to this enormous number is significant, as 12% of all immediate-release opioids such as oxycodone and hydrocodone are prescribed by dentists, with some reduction in recent years.2, 3 Third molar extractions, the most common surgical procedure, often are followed by an opioid prescription to control the postoperative pain.

It is important to note that dentists prescribe opioids for these extractions and other procedures for a relatively short period of time. But in the case of third molars, that equals 3.5 million young people with an average age of 20 years who are exposed to opioids each year.2 The question is if these prescriptions can and should be avoided.

Studying the Issue

I had the privilege of recently serving alongside many experts on a committee of the National Academies of Sciences, Engineering and Medicine that was charged with studying pain management and opioid misuse. As the only dentist on the committee, I was able to share with the other healthcare professionals how opioids are used in dentistry, and I was enlightened about their use in other healthcare disciplines as well.

For a year, we studied the complicated issue and produced a report with key findings and recommendations to better address this major public health problem. Generally, trends indicate that premature deaths associated with the use of opioids are likely to climb and that opioid overdose and other opioid-related harms will dramatically reduce quality of life for many people for years to come.

 

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Source: dentistrytoday.com

 

BIRMINGHAM, USA – Amerikanischen Forschern ist es gelungen, ein Molekül zu synthetisieren, das Kariesbakterien daran hindert, hartnäckige Plaque zu bilden. Mit ihren Studienergebnissen sind sie auf dem besten Weg, ein Medikament zu entwickeln, das zur erfolgreichen Kariesprävention beitragen könnte.
Hauptverursacher von Karies ist das Bakterium Streptococcus mutans. Es bildet mithilfe von Enzymen den ungeliebten Biofilm, der hartnäckig an den Zähnen haftet und das Dentin angreift. Besonders drei Enzyme, die Glycolsyltransferasen GtfB, GtfC und GtfD, sind bei der Entstehung beteiligt, wie die Forscher in ihrer Studie herausfanden.

Ziel ihrer Untersuchungen war es, die Wirkung dieser Enzyme zu verhindern, damit die Plaque gar nicht erst entstehen kann. Mithilfe eines synthetisierten Moleküls wollten sie dieses Ziel erreichen. Dazu simulierten sie mithilfe eines Algorithmus in einer Computersimulation die Wirkung auf die drei Glycolsyltransferasen. Über 500.000 Moleküle wurden so getestet.

Am Ende der Testreihe erwies sich das Molekül #G43 am effektivsten bei der Inaktivierung von GftB und GftC. Zusätzlich hat es den Vorteil, dass es S. mutans selbst weder in Wachstum noch Lebensfähigkeit sowie die restliche Mundflora beeinflusst.

Im Tierversuch wurde #G43 auch erfolgreich bei Ratten getestet. Die Tiere erhielten eine spezielle Karies fördernde Diät, zudem wurden sie mit S. mutans infiziert. Gleichzeitig bekamen sie zwei Mal täglich für vier Wochen #G43 verabreicht. Bei der anschließenden Kontrolluntersuchung konnten die Forscher eine signifikante Reduktion der Karies bei den Ratten nachweisen.

Mit ihren Forschungsergebnissen haben die Wissenschaftler der University of Alabama at Birmingham den Weg für ein effizientes Antikaries-Medikament geebnet, das leicht und kostengünstig zu synthetisieren ist sowie bisher keine Nebenwirkungen auf die restliche bakterielle Mundflora aufweist.

Quelle: Scientific Reports

 

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